Die BHH wird ein System der kontinuierlichen Qualitätssicherung einrichten, das nicht nur einer verbindlichen externen Qualitätssicherung der Lehre durch Akkreditierung dient.

Über die an Hochschulen notwendigen und üblichen Mechanismen der Qualitätssicherung hinaus bedarf es eines Systems, das die beteiligten Lernorte Betrieb, Berufsschule und Hochschule systematisch, inhaltlich, organisatorisch und auch vertraglich verzahnt. Dazu werden auch konzeptionelle Innovationen der Qualitätssicherung notwendig sein, da ein Mangel an verfügbaren Instrumenten der Qualitätssicherung hybrider Modelle von akademischer und beruflicher Bildung besteht.

Es soll ein effektiver Qualifizierungs- und Unterstützungsprozess für die Lehre und die Hochschulverwaltung aufgebaut werden, sodass die BHH im Sinne einer umfassenden Qualitätskultur auf die Resultate und Ergebnisse aus den Qualitätsüberprüfungen reagieren kann. Die BHH ist somit nicht nur Stätte des Lernens, sondern versteht sich auch selbst als lernende Organisation, die danach strebt, ihre Konzepte stetig zu überprüfen und zu verbessern.

Die Qualitätssicherungsverfahren der Beruflichen Hochschule Hamburg werden die Ausbildungsstudierenden einbinden und die kooperierenden Einrichtungen, insbesondere die betrieblichen Praxispartner und die Berufsschulen, an der Weiterentwicklung der Bildungsgänge beteiligen.

Projekt „Qualitätssicherung hybrider Ausbildungsangebote (tQM)“ im Rahmen von InnoVET

Mit den Lernorten Berufsschule, Betrieb und Hochschule treffen berufliche und akademische Bildungssektoren mit ihren eigenen Gesetzen, Verordnungen und Kulturen aufeinander. In allen Bereichen existiert eine Vielfalt an verschiedenen Instrumenten und Verfahren – jedoch weitgehend voneinander separiert. Da ein Mangel an Instrumenten der Qualitätssicherung hybrider Modelle von akademischer und beruflicher Bildung herrscht, sind hierzu konzeptionelle Innovationen der Qualitätssicherung notwendig, die die bereits vorhandenen Verfahren sinnvoll miteinander kombinieren.

Vor diesem Hintergrund hat sich das Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB) mit der BHH als Verbundpartnerin beim Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) „Zukunft gestalten – Innovationen für eine exzellente berufliche Bildung (InnoVET)“ beworben. Mit Erfolg: Das Konzept zum Aufbau der Qualitätssicherung hybrider Ausbildungsangebote gehört zu den 17 von der Jury aus insgesamt 176 Einreichungen ausgewählten Projekten. Das Antragsvolumen beträgt ca. vier Millionen Euro.

Im Projekt sollen (allgemein nutzbare) Instrumente der Qualitätssicherung mit folgenden Elementen entwickelt werden:

  • Instrumente der institutionellen Qualitätssicherung (Fokus: Lernortkooperation)
  • Instrumente der individuellen proaktiven Qualitätssicherung (Coaching und Beratung)
  • Instrumente der Qualitätssicherung durch Prüfungen und Monitoring

Eine Zusammenfassung der Vorhaben im Projekt „Qualitätssicherung hybrider Ausbildungsangebote (tQM)“ entnehmen Sie bitte dem unten aufgeführten Informationspapier.

Das Projektteam – Andreas Kahl-Andresen, Lars Höpner, Stefanie Mahler und Dr. Cortina Gentner (von links) – hat in der Zeit vom 1.9.2019 bis 29.2.2020 gemeinsam mit Expertinnen und Experten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der beruflichen und akademischen Bildung den Antrag erarbeitet.