Die BHH wird ein System der kontinuierlichen Qualitätssicherung einrichten, das nicht nur einer verbindlichen externen Qualitätssicherung der Lehre durch Akkreditierung dient.

Über die an Hochschulen notwendigen und üblichen Mechanismen der Qualitätssicherung hinaus bedarf es eines Systems, das die beteiligten Lernorte Betrieb, Berufsschule und Hochschule systematisch, inhaltlich, organisatorisch und auch vertraglich verzahnt. Dazu werden auch konzeptionelle Innovationen der Qualitätssicherung notwendig sein, da ein Mangel an verfügbaren Instrumenten der Qualitätssicherung hybrider Modelle von akademischer und beruflicher Bildung besteht.

Es soll ein effektiver Qualifizierungs- und Unterstützungsprozess für die Lehre und die Hochschulverwaltung aufgebaut werden, sodass die BHH im Sinne einer umfassenden Qualitätskultur auf die Resultate und Ergebnisse aus den Qualitätsüberprüfungen reagieren kann. Die BHH ist somit nicht nur Stätte des Lernens, sondern versteht sich auch selbst als lernende Organisation, die danach strebt, ihre Konzepte stetig zu überprüfen und zu verbessern.

Die Qualitätssicherungsverfahren der Beruflichen Hochschule Hamburg werden die Ausbildungsstudierenden einbinden und die kooperierenden Einrichtungen, insbesondere die betrieblichen Praxispartner und die Berufsschulen, an der Weiterentwicklung der Bildungsgänge beteiligen.

Teilnahme an InnoVET

Das Projektteam – Andreas Kahl-Andresen, Lars Höpner, Stefanie Mahler und Dr. Cortina Gentner (von links) – hat seine Arbeit am 1. September 2019 aufgenommen.

Mit den Lernorten Berufsschule, Betrieb und Hochschule treffen berufliche und akademische Bildungssektoren mit domänenspezifischen Gesetzen und Verordnungen, unterschiedlichen Funktionslogiken und Kulturen aufeinander. In allen Bereichen existiert eine Vielfalt an verschiedenen Instrumenten und Verfahren – jedoch weitgehend sektoral separiert. Da ein Mangel an Instrumenten der Qualitätssicherung hybrider Modelle von akademischer und beruflicher Bildung herrscht, sind hierzu konzeptionelle Innovationen der Qualitätssicherung notwendig, die domänenspezifische Verfahren sinnvoll kombinieren.

Vor diesem Hintergrund hat sich das Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB) beim Innovationswettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) „InnoVET“ beworben. Mit Erfolg: Das Konzept zum Aufbau eines Qualitätsmanagements für die Berufliche Hochschule Hamburg hat bereits die zweite Runde des Wettbewerbs erreicht.

Im Projekt sollen (allgemein nutzbare) Instrumente der Qualitätssicherung mit folgenden Elementen entwickelt werden:

  • Instrumente der institutionellen Qualitätssicherung (Fokus: Lernortkooperation)
  • Instrumente der individuellen proaktiven Qualitätssicherung (Coaching und Beratung)
  • Instrumente der Qualitätssicherung durch Prüfungen und Monitoring

In diesen drei Schwerpunkten werden bis Ende Februar 2020 für den Hauptantrag Umsetzungs- und Erprobungskonzepte von Verfahren und Instrumenten gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Berufsschule, Betrieb und Hochschule sowie Partnerinnen und Partnern der beruflichen Bildung erarbeitet und diskutiert.